Symbolbild für Nachhaltigkeit: Älterer Mensch übergibt Pflanzensprössling an Kleinkind

Nachhaltiges Handeln fördern

Eines unserer Firmenziele ist die Förderung der Nachhaltigkeit in der Textilindustrie. Wir unterstützen durch die Entwicklung moderner, nachhaltiger Produkte und möglichst ökologischer Verfahren unsere Kunden dabei, wertvolle Ressourcen zu schonen. Dazu orientieren wir uns an verschiedenen ökologischen und sozialen Standards.

Umweltschutz und Ressourcenschonung

An unseren Standorten legen wir großen Wert darauf, verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen, Wasser, Energie und Rohstoffen umzugehen. Als Hersteller von Hilfsmitteln für die Textilveredlungsindustrie haben wir darüber hinaus Einfluss darauf, welche Rohstoffe bei unseren Kunden eingesetzt werden und welche Chemikalien letztlich in deren Abwasser und Abluft landen. Wir sind uns der damit verbundenen Verantwortung bewusst. Deshalb sind wir bestrebt, sichere und umweltfreundliche Produkte zu produzieren und Verfahren zu entwickeln, von denen keine Gefahr für Gesundheit oder Umwelt ausgeht. Bei der Auswahl unserer Lieferanten achten wir darauf, dass auch sie die uns wichtigen ökologischen und sozialen Standards einhalten.

Über Gesetze und Verordnungen, unter anderem durch REACH, wird das Thema Nachhaltigkeit in der chemischen Industrie – so auch bei uns – stark reguliert und vorangebracht. Darüber hinaus nehmen wir aktiv freiwillig an diversen Initiativen teil, wie beispielsweise der Initiative Verantwortliches Handeln der chemischen Industrie.

Unser Unternehmen unterstützt die Einhaltung unabhängiger Standards, die die nachhaltige Herstellung von Textilien fördern. Nachfolgend finden Sie einige Beispiele: 


Wir bieten unseren Kunden Produkte und Verfahren, mit denen nachhaltiges Handeln gefördert wird. Unsere Entwicklungsabteilung arbeitet stetig daran, unser Sortiment umweltverträglich zu gestalten und an die diversen Standards anzupassen. 

GOTS - Global Organic Textile Standard

Der Global Organic Textile Standard (GOTS) gibt Richtlinien für eine ökologische und sozial verantwortliche Produktion von Textilien vor. Er ist als weltweit führender Standard für die Verarbeitung von Textilien, die zu mindestens 70 % aus biologisch erzeugten Naturfasern bestehen, anerkannt. Die Qualität der GOTS-zertifizierten Textilien wird durch unabhängige Kontrollen der gesamten Textillieferkette, von der Gewinnung der Rohfasern bis hin zur Kennzeichnung der textilen Produkte, sichergestellt.

GOTS gibt vor, welche Substanzgruppen unzulässig beziehungsweise nur eingeschränkt zulässig sind und somit im Herstellungsprozess nicht verwendet werden dürfen. Seit dem Jahr 2006 unterstützen wir GOTS. Im Genehmigungsschreiben der Ecocert Greenlife finden Sie eine Positivliste unserer Produkte, die gemäß dem aktuellen Global Organic Textile Standard für die Verwendung in der Textilindustrie zugelassen sind.

STANDARD 100 by OEKO-TEX®

Der STANDARD 100 by OEKO-TEX® wurde im Jahr 1992 eingeführt und steht seither für einheitliche, unabhängig kontrollierte Qualität von textilen Produkten aller Verarbeitungsstufen. Die Prüfparameter, Grenzwerte und Testmethoden werden von der OEKO-TEX®-Prüfgemeinschaft in einem Kriterienkatalog festgelegt. Die Prüfungen der Qualität sowie des Schadstoffgehalts der Textilien und Materialien werden anhand des Prüfkatalogs von unabhängigen OEKO-TEX®-Instituten durchgeführt.

Der STANDARD 100 by OEKO-TEX® berücksichtigt mehrere hundert Einzelsubstanzen und reglementiert den Einsatz von Farbstoffen, Chemikalien und Hilfsmitteln. Die allermeisten unserer Produkte sind OEKO-TEX®-konform und dürfen gemäß dem aktuellen STANDARD 100 by OEKO-TEX® in der Textilveredlungsindustrie verwendet werden.

ZDHC - Zero Discharge of Hazardous Chemicals

Das Zero Discharge of Hazardous Chemicals (ZDHC) Programm wurde im Jahr 2011 von sechs Bekleidungsherstellern ins Leben gerufen. Ziel war und ist es, gefährliche Stoffe aus der textilen Kette zu verbannen und durch umweltfreundlichere Chemikalien zu ersetzen. Die ZDHC Manufacturing Restricted Substances List (MRSL) gibt vor, welche chemischen Substanzen für die Veredlung von Textilien für Bekleidung und Schuhe verboten sind. Schon seit vielen Jahren verzichten wir in unseren Textilhilfsmitteln auf die meisten der genannten Substanzen und Substanzgruppen.

Um die chemische Industrie stärker in die ZDHC-Aktivitäten einzubinden, wurde die „ZDHC Chemical Gateway“ ins Leben gerufen. Dies ist eine Datenbank, in welche die Hilfsmittelhersteller ihre Produkte eintragen lassen können. Wir unterstützen diese Initiative aktiv und sind seit Juni 2017 – als erster deutscher Textilhilfsmittelhersteller – „Value Chain Affiliate“ Mitglied der ZDHC-Initiative.

Zusätzlich haben wir für Sie in unserer ZDHC-Broschüre eine Positivliste mit Produkten zusammengestellt, die der MRSL entsprechen. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist nur eine Auswahl unserer wichtigsten Textilhilfsmittel gelistet. Wenn Sie Informationen zu weiteren Produkten wünschen, sprechen Sie uns bitte an.

bluesign® system

Das bluesign®-Siegel wird von der Schweizer Firma bluesign technologies ag vergeben. Ziel des bluesign®-Systems ist es, eine nachhaltige Textilproduktion sicherzustellen. Dabei wird nicht nur ein Fokus auf die Vermeidung gefährlicher, umweltgefährdender Substanzen gelegt. Vielmehr werden alle Produktionsprozesse der textilen Kette sowie die eingesetzten Technologien und Rohstoffe auf ihre Umweltfreundlichkeit hin betrachtet. Auch soziale Aspekte und die Arbeitssicherheit in den Produktionsstätten der bluesign®-Systempartner werden bei der Zertifizierung berücksichtigt.

Seit Anfang 2014 sind wir auditierter bluesign®-Systempartner. Wir haben bereits zahlreiche unserer Textilhilfsmittel registrieren lassen und regelmäßig kommen weitere hinzu. In unserer bluesign®-Broschüre haben wir eine Liste von Hilfsmitteln zusammengestellt, die von der bluesign technologies ag für die Verwendung in der nachhaltigen Textilindustrie zugelassen wurden. Über den bluesign®-bluefinder können Sie als registrierter Textilhersteller stets tagesaktuell unsere momentanen bluesign®-Produkte finden.

Responsible Care

Über den deutschen Verband der Chemischen Industrie (VCI) haben wir uns freiwillig der Initiative Verantwortliches Handeln (Responsible Care) angeschlossen. Unser Ziel ist es, uns durch Responsible Care – über gesetzliche Vorgaben hinaus – in den Bereichen Umwelt, Sicherheit und Gesundheit ständig weiter zu entwickeln.

Dazu wollen wir unsere Produkte und Verfahren ständig sicherer und umweltfreundlicher machen. Wir tragen die Verantwortung für die Textilhilfsmittel, die wir in Verkehr bringen. Deshalb achten wir darauf, dass sie beim Transport oder beim Arbeiten damit kein Risiko für Umwelt oder Gesundheit darstellen.

REACH

Bei REACH handelt es sich um eine Verordnung der Europäischen Union, die 2007 in Kraft getreten ist. Die Abkürzung REACH steht für Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals, übersetzt also für Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Ziel der Verordnung ist es, die Risiken für Mensch und Umwelt durch die Verwendung von chemischen Substanzen zu minimieren.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden alle chemischen Stoffe in einem festgelegten Verfahren identifiziert, registriert und bewertet. Nach Abschluss der Bewertung erfolgt die Zulassung durch die Europäische Chemikalienagentur (ECHA). Stellt sich ein Stoff während der Registrierung als besonders gefährlich heraus, wird er von der ECHA auf die SVHC-Liste (Substance of Very High Concern) gesetzt. Diese sogenannten Kandidatenstoffe unterliegen besonderen Bestimmungen, sofern sie in Mengen über 0,1 Massenprozent in einem Produkt enthalten sind.

Ab 1. Juni 2018 müssen gemäß Artikel 23 der REACH-Verordnung alle Substanzen, die von einem Hersteller in der Europäischen Union (EU) in einer Menge von über 1 Tonne pro Jahr produziert werden, registriert sein. Ansonsten dürfen diese Stoffe nicht mehr in der EU produziert werden. Die bei der Textilchemie Dr. Petry GmbH hergestellten Stoffe wurden hatten wir bei der ECHA vorregistriert. Zwei dieser von uns vorregistrierten Stoffe wurden mittlerweile registriert und zugelassen. Alle weiteren registrierungspflichtigen Substanzen wurden bereits von unseren Lieferanten oder in Kooperation mit anderen Herstellern registriert.

In Hinsicht auf die SVHC-Liste können wir bestätigen, dass unsere Verkaufsprodukte rezepturgemäß keine SVHC-Stoffe in Mengen über 0,1 Massenprozent enthalten. Nach dem momentanen Stand gehen wir daher davon aus, dass aufgrund von REACH keine Veränderungen unserer Produktpalette notwendig sein werden und wir unsere Kunden zuverlässig weiterbeliefern können. Sie als Kunden und Nutzer unserer textilchemischen Produkte müssen bei der Verwendung unserer Textilhilfsmittel bezüglich der REACH-Registrierung nichts weiter beachten. Wir und unsere Vorlieferanten haben alle notwendigen formellen Schritte bereits für Sie erledigt.

Falls Sie Fragen zu den Details unserer REACH-Registrierung haben, teilen wir Ihnen auf Anfrage gerne unsere UUID (Universally Unique Identifier) beziehungsweise unsere DUNS-Nummer (Data Universal Numbering System) mit.

Bitte sprechen Sie uns an!

Aus Gründen der Übersichtlichkeit haben wir nur eine Auswahl unserer wichtigsten Verkaufsprodukte in den entsprechenden Produktlisten aufgeführt. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie Informationen zu weiteren Produkten benötigen.

 

 

 

Dr. Karlheinz Sommer
Analytik

* Mit Sternchen gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder